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Hallo liebe Freunde,

heute erreicht euch wieder einer unserer Berichte. Seit dem letzten Bericht sind wir in eine kleine 3-Zimmer-Wohnung umgezogen, die sich im Haus der Lehrer befindet. Wir teilen ein Plumsklo und eine kleine Veranda  mit ihnen. Ein Wohn- und Esszimmer dient uns als Gemeinschaftsraum, zwei Schlafzimmer als Rueckzugsmoeglichkeit. Mittlerweile haben wir uns auch hier schon besser eingelebt und die taegliche Hitze ist Teil unseres Alltags geworden. Sie hat uns gelehrt immer eine Flasche Wasser mitzunehmen, um den europaeischen Durst zu stillen. Die schwuele Regenzeit wird etwa Mitte Oktober ein Ende finden. Bis dahin muessen wir aber noch mit Regenstuerzen rechnen, die  den Weltuntergang anzukuendigen scheinen und wie Baeche vom Himmel kommen.


Trotzdem wir schon seit einigenWochen hier sind, gibt es Dinge, die sich nicht geaendert haben. Nach wie vor scheinen sich die Dorfbewohner nicht an unsere Anwesenheit gewoehnt zu haben, was wir den starren Blicken nach uns entnehmen koennen. Auch die Kinder sind noch voller Aufregung, wenn sie uns “AnInsalas” – die Weissen – sehen. Wir hoffen schwer, dass es ihnen irgendwann langweilig wird und wir uns nicht mehr wie Tiere im Zoo beaeugt fuehlen.
Da man in Benin und wahrscheinlich auch in ganz Afrika immer mit spontanen Zufaellen rechnen muss, verwundert es uns kaum noch, dass der Schulbeginn bisher drei Mal verschoben wurde. Im Moment steht der erste Oktober als Datum fest. Die Regierung gibt den Komunen keine Zeiten vor und so entscheiden sich solche Dinge nach Lust und Laune des Direktors und der Gemeinde.

Weil unsere Taetigkeit als Deutsch- und Englischlehrer auf Grund dessen noch nicht begonnen hat, haben wir noch die Moeglichkeit uns die Arbeit von ONG. ADRIA anzuschauen und mehr ueber die Aufgaben der Organisation zu erfahren. So sind wir vor mehreren Tagen mit Maman Abiba (Mdme. La Directrice) und ihren zwei Mitarbeiterinnen nach Bassila gefahren, um an einer Reunion – einer Zusammenkunft von mehreren Organisationen mit gleichen Interessen – teilzunehmen. Ein Komittee aus vier Personen, darunter auch eine Deutsche der Organisation PCCD, hat ueber die gegenwaertige und erwuenschte zukuenftige Situation beninianischer Frauen in Spitzenpositionen gesprochen.  Am Schluss der Diskussion konnten sich auch die anwesenden Organisationsmitglieder am Gespraech beteiligen und unter anderem Sorgen, Bedenken und Loesungsvorschlaege miteinbringen. Fuer uns war dies ein erstes Zeichen, dass es auch in diesem Land Prozesse in die richtige Richtung gibt.


Ein weiteres Mal waren wir Teil einer Krediteintreibung hier in Aledjo. Die betroffenen Frauen kamen vereinzelt und in Trauben, um die 10 Prozent ihres Kredites zurueckzuerstatten. Natuerlich kann man eine solche Veranstaltung nicht mit derselben in Deutschand vergleichen. Die Frauen erscheinen teilweise mit Kleinstkindern, die von der Brust trinken, aber auch lautes Geschrei, Gelaechter und lebendige Gespraeche zwischen den Frauen kann man dort beobachten. Uns Umgab also ein lauter Geraeuschpegel aus Kotokoli (die hier gesprochene afrikanische Sprache) und Franzoesisch, dem Schreien der Kinder und dazwischen die durchaus ernsthaften Dialoge der ADRIA Vorsteherinnen mit den zahlenden Frauen. Fuer uns sind es genau diese Situationen, die einen Kulturaustausch ausmachen und von denen wir profitieren. Auch ein Gespraech mit Maman Abiba ein paar Tage nach dieser Veranstaltung, hat uns viele Umstaende hier nochmals deutlich gemacht.


Sie sprach von den mehr als tausend Frauen und ueber 600 Maennern, denen mit den Krediten von ADRIA geholfen werden und den etwa 140 Halb- oder Ganzweisen alleine hier in Aledjo, die es gilt mit den finanziellen Mitteln von ADRIA fuer die Schule auszustatten. Von europaeischen Freunden und Kontakten nach Kanada und Amerika erhofft sie sich weiterhin eine sichere finanzielle Unterstuetzung und hofft, dass unsere Anwesenheit diese Sicherheit festigen kann. Uns hat Maman Abiba gebeten, Nachfolger zu finden, die uns nach den zehn Monaten hierhin folgen, falls sich unsere Arbeit und Mithilfe als sinnvoll erweist.

Wir denken, dass dies eine gute Idee ist, da weitere Projekte, wie etwe der Bau einer Bibliothek geplant sind. Genauere Plaene wurden sogar bereits von franzoesischen Freunden ausgearbeitet. Ein amerikansicher Architekt wird Ende des Jahres kommen, um sich die gegebenen Umstaende vor Ort anzuschauen. Er plant mit Hilfsgeldern von deutscher Seite, eine Bibliothek mit einheimischen, natuerlichen Materialien zu bauen. Er verlangt dafuer kein Geld. Allerdings muss er auch auf Hilfskraefte aus Aledjo unentgeldlich zurueckgreifen, was aber bei der vorherrschenden Arbeitslosigkeit kein Problem sein wird.
Ihr seht, alles nimmt so langsam Gestalt an und der Tatendrang hilft uns aktiv zu werden. Bis jetzt haben wir fast ausschliesslich gute und wertvolle Erfahrungen gemacht, was uns durchhalten laesst.

Zeitweise schleicht sich natuerlich auch das Heimweh ein, was wir aber mit Gespraechen ueber die jetzt vergangene Schulzeit und zu Hause verscheuchen. Es bleiben uns die Erinnerungen als Band zu euch nach Deutschland und den Rest der Welt. Danke fuer euer grosses Interesse und die Antwortmails, auf die wir auf Grund von Zeitmangel im Internetcafe leider nicht persoenlich eingehen koennen.
Liebe Gruesse und 1000 Kuesse,
Eure Nadja und Anne

22. August 2009

Liebe Freunde,
wie versprochen hier unser erster Bericht. Wir sind gut in Benin angekommen und gluecklicherweise ist hier im Moment Regenzeit, was bedeutet dass die Temperaturen ( 20 – 30°C, aber feucht) durchaus auszuhalten sind.

Am Dienstag, den 18. August ging es fuer uns los. Erst der Flug nach Paris und von dort aus nach Cotonou, der groessten Stadt Benins. Auf diesem Flug wurde schon deutlich wo unsere Reise hingehen sollte. Das Flugzeug war gefuellt mit vielen Beninoise, darunter auch eine Frau mit ihrer Tochter, die mit diesem Flug ausgebuergert werden sollten. In Cotonou angekommen erwartete uns eine schwuele Abendhitze. Ulrike ( eine Heidelbergerin und Mitbegruenderin von WE_Benin, deren Sohn halb Beninoise ist) und Salifou unser Ansprechpartner und ein bisschen auch Reisefuehrer warteten schon auf uns. Durch die afrikanische Nacht und die nach Abgasen stinkende aber aufregende Stadt Cotonou ging es in ein doch noch sehr europaeisch orientiertes Hotel.


Zwei Tage spaeter ging es schon in unser jetziges Heimatdorf Aledjo, 8 Autostunden von Cotonou entfernt. Hier wartete ein wahres Empfangkomitee auf uns. Nicht nur die Leiterin der Organisation ADRIA, Madame la Directrice – fuer uns Maman – mit der wir zusammen arbeiten werden, sondern auch deren gesamte Familie und Freunde waren da.


Schnell haben wir gemerkt, dass die Menschen hier wirklich sehr aufgeschlossen sind und uns daher die Umstellung auf nicht gerade einfache Verhaeltnisse  leichter machen. Noch wohnen wir in dem Haus von Mamans Mann  und haben ein eigenes Zimmer mit einem Moebelstueck – unserem Doppelbett, bevor wir   in ein eigens kleines Appartment ziehen werden. Die Dusche ist ein kleiner abgetrennter Raum in dem 2 Eimer stehen, die man sich am Brunnen auffuellen kann. Die Toilette, ein Plumsklo in dem es von Kakalaken, Rieseneidechsen und Moskitos nur so wimmelt, erinnert an eine nie erlebte alte Zeit.

Das Essen wird in einem separaten Raum auf dem Feuer zubereitet und mit den Haenden gegessen. Ueberhaupt sind uns die Speisen meist komplett unbekannt. Ausser den uns bekannten Fruechten, wie sehr gute Ananas, Kokosnuesse, saftige Erdnuesse und Orangen, gibt es oft eine Pampe aus Wurzeln oder Reis, das Fleisch dagegen ist voller Knorpel und hart wie Stein. Naja, wenigstens mangeltes nicht an der Menge und schon bald werden wir uns selbst kochen. Trotzdem ist es eine Umstellung ausser zwei bis drei Tagesmalzeiten, die man hier bekommt, keinen Kuehlschrank zu haben, aus dem man sich bedienen koennte.


Da wir momentan noch eine Zeit der Eingewoehnung geniessen, mangelt es uns nicht an Zeit. Da ist es schoen, dass der Sohn unserer Maman, Nick (20 Jahre), gerade Semesterferien hat. Normalerweise studiert er in Cotonou, nur fuer ein paar Wochen im Jahr kommt er seine Eltern hier besuchen. Er ist viel mit uns zusammen, zeigt uns das Dorf und wir machen unsere Spaesschen, die oft durch die fehlende Sprachkenntnisse ausgeloest werden.


Bis hier zeitgleich mit Baden – Wuerttemberg am 14. September wieder die Schule beginnt, werden wir unser Appartement einrichten und uns mit unserer neuen “Kueche” auseinandersetzen. Schon jetzt sind uns verschiedene Auftraege zugeteilt worden, die wir in diesem Jahr erfuellen werden. Wenn alles gut klappt duerfen wir in Deutschland sogar Nachruecker suchen, die hierher kommen und an unsere Aufgaben anknuepfen. Jetzt freuen wir uns erstmal, dass wir hier gut angekommen sind und die Menschen uns mit offenen Armen empfangen haben. Auch verschiedene Sorgen und vielleicht auch Aengste, die sich in den letzten Monaten vor dem Abflug eingeschlichen haben, sind verflogen, weil hier vieles doch so scheint wie zu Hause. Und auch wenn uns manche Dorfbewohner noch ungewohnt aufmerksam beaeugen und die Kinder uns “Jovo – Insala, Jovo – Insala” (“die Weissen, die Weissen”) hinterherrufen, glauben wir, dass wir in wenigen Monaten Teil des Dorfes sein koennen. Irgendwie sind die Menschen auf unserer Welt doch alle gleich, egal ob Afrika oder Deutschland.
Fuer den Moment viele Gruesse und Kuesse,
bis bald, Nadja und Anne

The supplement is designed by Christoph Schlingensief.
Honestly there are some breath-taking articles … worth reading (it is in German).

overview is here

and the article which caught me most is “Partnerschaft auf Augenhöhle”

Le Grand Popo

This is one of the most beautiful areas in Benin: Le Grand Popo. It is in the southern part of Benin, close to the border of Togo. Beaches are gorgeous but it is very dangerous to swim because of the current. Many people drowned here … But it looks like paradise, doesn’t it?

August 9, 2009 , our first fundraising party for Benin. Here are a few impressions, Tim my son is speaking …. (in German).

It was a lo of fun!
And thanks again to Humble Lion Band who really did a great job that night!

Ganvie again!

On our way to Massi (the new ADRIA branch) we stopped by to show Anne and Nadja the landing place of Ganvie – the old crannog village, the most visited tourist place in Benin. We’ve been there in April. By coincidence we ran into Laurent, the guy who paddled us last time.

laurent
Laurent, a student of Cotonou university who gives guided tours to Ganvie

ganvie
Market women from Ganvie on the “mainland”

One of our projects in Benin is SEAM – Adrien’s soccer school for street kids. We gave them an outfit for an entire team (shoes, pants, shirts, socks and a couple of footballs) – provided by Peter Martin, a friend of ours in Heidelberg, and we are working on finding a team bus for them!

I interviewed Adrien alongside a football tournament at Grand Popo and his most ambitious wish is finding a Coach from Germany for the young players … SEAM has diverse opportunities for the Coach, it is even supported by the Benin government! So if you want to go for Benin a little while or if you know somebody who would like to go …. please let us know!

They are waiting for you !!!