Feeds:
Posts
Comments

Posts Tagged ‘webenin’

English Version

Hallo ihr Lieben !
Hier unser erster Bericht im neuen Jahr. Wir beide hoffen sehr ihr hattet alle einen guten Start und wurdet nicht all zu schnell wieder vom Arbeitsalltag eingeholt.
Uns geht es bis auf wenige Magenverstimmungen nach den ausgiebigen Festtagen, was hauptsaechlich das Essen betrifft, gut und wir fuehlen uns nach wie vor sehr herzlich aufgenommen.
Bevor die Ferien fuer uns Ende Dezember, zeitgleich mit Deutschland, begannen, ging es bei uns in der Schule noch einmal ziemlich rund. Die Woche der “Devoirs” stand an. Hier ist es nicht jedem Lehrer selbst ueberlassen die Arbeiten und Klausuren in den Klassen zu schreiben, sondern die Fachlehrer setzen sich zusammen und entwerfen fuer jede Klassenstufe eine einheitiche Arbeit. Schon das brachte einige Schwierigkeiten mit sich. Man konnte sich nur schwer einigen, war mit dem Stoff nicht auf gleichem Niveau und es dauert hier eben einfach alles ewig. Fuer die Schueler wurde es dann auch nicht gerade eine erholsame Woche: ausnamslos alle Faecher in drei Tagen!
Das bedeutet bis zu drei, teilweise zweistuendige Klausuren, an einem Tag, in einem ueberhitzten und ueberfuellten Klassenzimmer. Am naechsten Morgen das gleiche Spiel.
Wir halten diese Methode nicht gerade fuer paedagogisch wertvoll unter anderem auch, da jetzt, nach nur drei Wochen Unterricht, schon die naechste “Devoir”woche ansteht.
Fuer uns hiess es danach jeweils 150 Klausuren korrigieren.


Das naechste schulische Projekt hat uns dann schon viel besser gefallen.
Gemeinsam mit einem Lehrer unserer Schule und einer franzoesischen Familie mit drei kleinen Kindern, die gerade fuer ein halbes Jahr Westafrika durchfaehrt, haben wir einen Wissenschaftstag geplant und durchgefuehrt. Das bedeutete fuer uns Plakate zeichnen und beschriften, Computer auseinanderschrauben und uns mit Chemie- und Physikbaukaesten vertraut machen.
Der Tag verlief so, dass die Schueler, die gerade keinen Unterricht hatten, sich an mehreren Stationen anstellen und informieren konnten. Anne hat an einem alten Computer die Einzelteile erklaert und versucht den Kindern in vereinfachter Form zu erklaeren, was das Internet ist und wie dieses funktioniert. Da kamen schon einmal Fragen, ob Gott die Sateliten im Himmel gebaut hat, oder als Anne sagte man koenne im Internet alles finden, wurde gefragt ob darin auch Bilder von Gott seien. Daran wird uns immer wieder klar, dass die Menschen hier vom Wissensstand unserer “europaeischen Bevoelkerung” groesstenteils noch weit entfernt sind und sich die unverstaendlichen Dinge meist mit “goettlichem” erklaeren.
Andere Stationen haben sich mit den Themen Sonnensystem, Energiegewinnung oder mit biologischen Fragen wie z.B. Schwangerschaft beschaeftigt. Wir fanden anschliessend, dass unser Projekt ein voller Erfolg war und haben gleich einen Literaturtag im Februar angeschlagen, bei dem uns unsere angereisten Familien aus der Heimat unterstuetzen werden.


Die letzten Tage vor den Ferien hiess es fuer die Schueler dann “Sand sammeln”.
Ihr erinnert euch sicherlich noch an das noch nicht ganz fertig gestellte Schulhaus. Endlich hat sich die Regierung erbarmt und wenigstens fuer die Fertigstellung dieses einen Hauses (weitere sind in Planung und schwer von Noeten) etwas Geld zur Verfuegung gestellt. Die Arbeiten wurden gleich aufgenommen. Da es fuer grosse Geraetschaften jedoch fast unmoeglich ist ueber die schmale Piste hier ins Dorf zu gelangen und mit Sicherheit auch die finanziellen Mittel nicht zur Verfuegung stehen, war es letztlich an den Schuelern riesige Sandmassen auszuheben und als Untergrund fuer die Fundamente in das neue Schulhaus zu schleppen. Und das auf dem Kopf – natuerlich! Schon bald kann darin Unterricht stattfinden.

Nach all diesen Programmpunkten waren wir um die Feiertage und die anstehenden Feste froh. Begonnen hat alles mit Weihnachten. An Heiligabend haben wir mit unserer Familie Igname – frittes gegessen und sind anschliessend mit unserer kleinen Schwester in die katholische Kirche von Aledjo gegangen. Hier wartete das erste Mal eine weihnachtliche Stimmung auf uns. Ohne elektrisches Licht, dafuer aber bei viel Kerzenschein durften wir einen Gottesdienst erleben, der von Trommelmusik und Gesang getragen war und durch die Anwesenheit von fast ausschliesslich Kindern etwas Verwunschenes bekam.  Der Hoehepunkt an diesem Abend war allerdings wie immer die Bescherung. Puenktlich am 23. Dezember sind alle unsere Pakete aus der Heimat angekommen und so hatten wir einiges, was wir zu zweit wieder bei Kerzenschein, in unserer Wohnung auspacken konnten. Bis spaet in die Nacht sassen wir zwei zusammen und haben unser ganz eigenes und besonderes Weihnachten genossen, haben auf unserer Veranda gesessen und uns unsere schoenen Erlebnisse hier gegenseitig vor Augen gefuehrt. Der kommende Tag war dann wieder der Familie gewidmet und nach einem weiteren Gottesdienst am Morgen, gab es ein ausgiebiges Essen mit Salat, Truthahn und Couscous. Hier fanden sich an einem Tisch Christen, sowohl Protestanten, als auch Katholiken, und Muslime wieder. Bei so viel Mulitkulti haben wir viel erzaehlt, gelacht und einen schoenen Weihnachtstag verlebt.


Keine Ferien ohne Urlaub. Ganz unter diesem Motto machten wir uns am 26. auf den Weg Richtung Nikki, einer kleinen Stadt nahe Nigerias. In insgesamt vier Taxis, die keinen europaeischen Standart kennen, ratterten wir ueber staubige und furchteinfloessende Pisten, bis wir heil ankamen. Dort wartete unser Bruder Nick auf uns, der in Nikki ein Praktikum zu absolvieren hatte. Wir kamen bei einem Freund von Nick unter und hatten dort zwei Tage um erstmal Abstand vom stressigen Alltag zu gewinnen. In Nikki hatten wir die Moeglichkeit einer Pferdegarde vor dem kleinen Palast bei ihrem traditionellen Ritt zuzuschauen. Da Nikki jedoch nicht allzu gross ist und wir die Zeit nutzen wollten, um noch mehr vom Land zu sehen, beschlossen wir, uns am dritten Tag nach Parakou aufzumachen. Parakou ist die drittgroesste Stadt Benins und besitzt neben Cotonou als einzige Stadt eine Universitaet, die vom Bau der in Cotonou gleicht. Der Grund dafuer  ist, dass beide Universitaeten durch die Spenden des libyschen Presidenten gebaut wurden.
Obwohl wir erst seit fuenf Monaten im Land sind, haben sich unsere Bekannschaften schon so ausgeweitet, dass wir auch in Parakou in keinem Hotel absteigen mussten. Stattdessen konnten wir bei einem unserer Kollegen (Rachidi – Mathe- und Physiklehrer) aus der Schule schlafen. Er besuchte dort seine Familie und war so nett, uns bei sich aufzunehmen. Ganz anders als die Staedte im Sueden, liegt Parakou mehr im Gruenen und ist nicht so dicht besiedelt. Das erzeugt seinen ganz eigenen Charme. Abends ging es fuer uns immer auswaerts etwas Essen und Trinken, es wurde getanzt und wir konnten mal das afrikanische Nachtleben geniessen. Das sich bei all dem “fremden” Essen auch der Darm mal meldet, mussten wir jeden Morgen unweigerlich feststellen. Leider gab es im Hause Rachidi kein Klo. Das hiess fuer uns, zu viert auf zwei Motorraeder steigen und ein weiter entferntes Feld aufsuchen. Hier traf man sich, um das Noetigste zu erledigen.


Bei den heissen Temperaturen tagsueber hat es uns dann auch in ein Hotelschwimmbad gezogen, wo wir endlich mal wieder ins kuehle Nass springen durften. Fuer uns, geuebte Schwimmerinnen seit Kindertagen, war das der reinste Spass. Dass wir Nick allerdings fast ins Wasser zwingen mussten, und Rachidi sich nicht ueberzegen liess, zeigte uns, dass der Umgang mit Wasser nicht ueberall der gleiche ist. Schon das bauchnabeltiefe Wasser machte den sonst so strammen Maennern richtig Angst.
Nach zwei ausgelassenen Tagen ging es dann wieder nach Hause. Fuer das Silvesterfest hatten wir uns vorgenommen, im Kreise der Familie zu sein. Bei uns fallen sich die Menschen vom bunten Feuerwerk begleitet um punkt zwoelf in die Arme und man kommt garnicht hinterher jedem ein “Frohes neues Jahr” zu wuenschen. Hier in Afrika ticken die Uhren aber bekanntlich anders. So waren wir zwei die einzigen, die das neue Jahr puenktlich “begannen” und uns herzten. Unsere einheimischen Freunde hingegen haben sich noch weitere Minuten im alten Jahr gegoennt und sind wie immer alles mit Geduld angegangen. Den Umtrunk mit Nachbarn und Freunden mussten wir aber nicht missen. Hierzu ist die gesamte Nachbarschaft bei unserer Familie eingefallen und alles hat ausgelassen gefeiert.

Statt Chips oder Salzstangen wurde allerdings fritierte Buschratte ausgeteilt. Und auch anders als bei uns war der erste Januar der richtig gefeierte Tag. Da wurde dann nochmal gross gegessen, alles aufgetischt und die eingeladenen Maenner haben ganz nach afrikanischer Mannier alle ihre Frauen zu Hause gelassen. Bei diesem Zustand blieb es aber nicht lange. Denn unsere emanzipierte Mamman, vor der hier alle Maenner klein dastehen, schickte sie alle wieder nach Hause, um die Frauen und Kinder zu holen.

Man kann also sagen, dass unsere Feiertage ein Gemisch aus Neuem, Kulturschock und Vertrautem waren. Der Alltag hat uns inzwischen wieder und damit sind wir jetzt auch zu frieden. Schon gespannt erwarten wir bereits den Besuch unserer Familien Mitte Februar. Wir freuen uns, endlich mal alles zeigen zu duerfen und vertraute Gesichter wiederzusehen. Mit jedem Tag waechst die Anspannung und Freude und wir hoffen, dass unsere Lieben danach wieder heil bei euch ankommen.

Wir wuenschen euch einen nicht zu eisigen Winterausklang oder wenn sich das nicht vermeiden laesst viele warme Gedanken. Wir waeren dankbar fuer jedes kaeltere Grad. Also schickt es uns doch vorbei. Tausende Kuesse und viele, liebe Gruesse in die Heimat.

Eure zwei Maedels

Read Full Post »

Hallo liebe Freunde,

heute erreicht euch wieder einer unserer Berichte. Seit dem letzten Bericht sind wir in eine kleine 3-Zimmer-Wohnung umgezogen, die sich im Haus der Lehrer befindet. Wir teilen ein Plumsklo und eine kleine Veranda  mit ihnen. Ein Wohn- und Esszimmer dient uns als Gemeinschaftsraum, zwei Schlafzimmer als Rueckzugsmoeglichkeit. Mittlerweile haben wir uns auch hier schon besser eingelebt und die taegliche Hitze ist Teil unseres Alltags geworden. Sie hat uns gelehrt immer eine Flasche Wasser mitzunehmen, um den europaeischen Durst zu stillen. Die schwuele Regenzeit wird etwa Mitte Oktober ein Ende finden. Bis dahin muessen wir aber noch mit Regenstuerzen rechnen, die  den Weltuntergang anzukuendigen scheinen und wie Baeche vom Himmel kommen.


Trotzdem wir schon seit einigenWochen hier sind, gibt es Dinge, die sich nicht geaendert haben. Nach wie vor scheinen sich die Dorfbewohner nicht an unsere Anwesenheit gewoehnt zu haben, was wir den starren Blicken nach uns entnehmen koennen. Auch die Kinder sind noch voller Aufregung, wenn sie uns “AnInsalas” – die Weissen – sehen. Wir hoffen schwer, dass es ihnen irgendwann langweilig wird und wir uns nicht mehr wie Tiere im Zoo beaeugt fuehlen.
Da man in Benin und wahrscheinlich auch in ganz Afrika immer mit spontanen Zufaellen rechnen muss, verwundert es uns kaum noch, dass der Schulbeginn bisher drei Mal verschoben wurde. Im Moment steht der erste Oktober als Datum fest. Die Regierung gibt den Komunen keine Zeiten vor und so entscheiden sich solche Dinge nach Lust und Laune des Direktors und der Gemeinde.

Weil unsere Taetigkeit als Deutsch- und Englischlehrer auf Grund dessen noch nicht begonnen hat, haben wir noch die Moeglichkeit uns die Arbeit von ONG. ADRIA anzuschauen und mehr ueber die Aufgaben der Organisation zu erfahren. So sind wir vor mehreren Tagen mit Maman Abiba (Mdme. La Directrice) und ihren zwei Mitarbeiterinnen nach Bassila gefahren, um an einer Reunion – einer Zusammenkunft von mehreren Organisationen mit gleichen Interessen – teilzunehmen. Ein Komittee aus vier Personen, darunter auch eine Deutsche der Organisation PCCD, hat ueber die gegenwaertige und erwuenschte zukuenftige Situation beninianischer Frauen in Spitzenpositionen gesprochen.  Am Schluss der Diskussion konnten sich auch die anwesenden Organisationsmitglieder am Gespraech beteiligen und unter anderem Sorgen, Bedenken und Loesungsvorschlaege miteinbringen. Fuer uns war dies ein erstes Zeichen, dass es auch in diesem Land Prozesse in die richtige Richtung gibt.


Ein weiteres Mal waren wir Teil einer Krediteintreibung hier in Aledjo. Die betroffenen Frauen kamen vereinzelt und in Trauben, um die 10 Prozent ihres Kredites zurueckzuerstatten. Natuerlich kann man eine solche Veranstaltung nicht mit derselben in Deutschand vergleichen. Die Frauen erscheinen teilweise mit Kleinstkindern, die von der Brust trinken, aber auch lautes Geschrei, Gelaechter und lebendige Gespraeche zwischen den Frauen kann man dort beobachten. Uns Umgab also ein lauter Geraeuschpegel aus Kotokoli (die hier gesprochene afrikanische Sprache) und Franzoesisch, dem Schreien der Kinder und dazwischen die durchaus ernsthaften Dialoge der ADRIA Vorsteherinnen mit den zahlenden Frauen. Fuer uns sind es genau diese Situationen, die einen Kulturaustausch ausmachen und von denen wir profitieren. Auch ein Gespraech mit Maman Abiba ein paar Tage nach dieser Veranstaltung, hat uns viele Umstaende hier nochmals deutlich gemacht.


Sie sprach von den mehr als tausend Frauen und ueber 600 Maennern, denen mit den Krediten von ADRIA geholfen werden und den etwa 140 Halb- oder Ganzweisen alleine hier in Aledjo, die es gilt mit den finanziellen Mitteln von ADRIA fuer die Schule auszustatten. Von europaeischen Freunden und Kontakten nach Kanada und Amerika erhofft sie sich weiterhin eine sichere finanzielle Unterstuetzung und hofft, dass unsere Anwesenheit diese Sicherheit festigen kann. Uns hat Maman Abiba gebeten, Nachfolger zu finden, die uns nach den zehn Monaten hierhin folgen, falls sich unsere Arbeit und Mithilfe als sinnvoll erweist.

Wir denken, dass dies eine gute Idee ist, da weitere Projekte, wie etwe der Bau einer Bibliothek geplant sind. Genauere Plaene wurden sogar bereits von franzoesischen Freunden ausgearbeitet. Ein amerikansicher Architekt wird Ende des Jahres kommen, um sich die gegebenen Umstaende vor Ort anzuschauen. Er plant mit Hilfsgeldern von deutscher Seite, eine Bibliothek mit einheimischen, natuerlichen Materialien zu bauen. Er verlangt dafuer kein Geld. Allerdings muss er auch auf Hilfskraefte aus Aledjo unentgeldlich zurueckgreifen, was aber bei der vorherrschenden Arbeitslosigkeit kein Problem sein wird.
Ihr seht, alles nimmt so langsam Gestalt an und der Tatendrang hilft uns aktiv zu werden. Bis jetzt haben wir fast ausschliesslich gute und wertvolle Erfahrungen gemacht, was uns durchhalten laesst.

Zeitweise schleicht sich natuerlich auch das Heimweh ein, was wir aber mit Gespraechen ueber die jetzt vergangene Schulzeit und zu Hause verscheuchen. Es bleiben uns die Erinnerungen als Band zu euch nach Deutschland und den Rest der Welt. Danke fuer euer grosses Interesse und die Antwortmails, auf die wir auf Grund von Zeitmangel im Internetcafe leider nicht persoenlich eingehen koennen.
Liebe Gruesse und 1000 Kuesse,
Eure Nadja und Anne

Read Full Post »

22. August 2009

Liebe Freunde,
wie versprochen hier unser erster Bericht. Wir sind gut in Benin angekommen und gluecklicherweise ist hier im Moment Regenzeit, was bedeutet dass die Temperaturen ( 20 – 30°C, aber feucht) durchaus auszuhalten sind.

Am Dienstag, den 18. August ging es fuer uns los. Erst der Flug nach Paris und von dort aus nach Cotonou, der groessten Stadt Benins. Auf diesem Flug wurde schon deutlich wo unsere Reise hingehen sollte. Das Flugzeug war gefuellt mit vielen Beninoise, darunter auch eine Frau mit ihrer Tochter, die mit diesem Flug ausgebuergert werden sollten. In Cotonou angekommen erwartete uns eine schwuele Abendhitze. Ulrike ( eine Heidelbergerin und Mitbegruenderin von WE_Benin, deren Sohn halb Beninoise ist) und Salifou unser Ansprechpartner und ein bisschen auch Reisefuehrer warteten schon auf uns. Durch die afrikanische Nacht und die nach Abgasen stinkende aber aufregende Stadt Cotonou ging es in ein doch noch sehr europaeisch orientiertes Hotel.


Zwei Tage spaeter ging es schon in unser jetziges Heimatdorf Aledjo, 8 Autostunden von Cotonou entfernt. Hier wartete ein wahres Empfangkomitee auf uns. Nicht nur die Leiterin der Organisation ADRIA, Madame la Directrice – fuer uns Maman – mit der wir zusammen arbeiten werden, sondern auch deren gesamte Familie und Freunde waren da.


Schnell haben wir gemerkt, dass die Menschen hier wirklich sehr aufgeschlossen sind und uns daher die Umstellung auf nicht gerade einfache Verhaeltnisse  leichter machen. Noch wohnen wir in dem Haus von Mamans Mann  und haben ein eigenes Zimmer mit einem Moebelstueck – unserem Doppelbett, bevor wir   in ein eigens kleines Appartment ziehen werden. Die Dusche ist ein kleiner abgetrennter Raum in dem 2 Eimer stehen, die man sich am Brunnen auffuellen kann. Die Toilette, ein Plumsklo in dem es von Kakalaken, Rieseneidechsen und Moskitos nur so wimmelt, erinnert an eine nie erlebte alte Zeit.

Das Essen wird in einem separaten Raum auf dem Feuer zubereitet und mit den Haenden gegessen. Ueberhaupt sind uns die Speisen meist komplett unbekannt. Ausser den uns bekannten Fruechten, wie sehr gute Ananas, Kokosnuesse, saftige Erdnuesse und Orangen, gibt es oft eine Pampe aus Wurzeln oder Reis, das Fleisch dagegen ist voller Knorpel und hart wie Stein. Naja, wenigstens mangeltes nicht an der Menge und schon bald werden wir uns selbst kochen. Trotzdem ist es eine Umstellung ausser zwei bis drei Tagesmalzeiten, die man hier bekommt, keinen Kuehlschrank zu haben, aus dem man sich bedienen koennte.


Da wir momentan noch eine Zeit der Eingewoehnung geniessen, mangelt es uns nicht an Zeit. Da ist es schoen, dass der Sohn unserer Maman, Nick (20 Jahre), gerade Semesterferien hat. Normalerweise studiert er in Cotonou, nur fuer ein paar Wochen im Jahr kommt er seine Eltern hier besuchen. Er ist viel mit uns zusammen, zeigt uns das Dorf und wir machen unsere Spaesschen, die oft durch die fehlende Sprachkenntnisse ausgeloest werden.


Bis hier zeitgleich mit Baden – Wuerttemberg am 14. September wieder die Schule beginnt, werden wir unser Appartement einrichten und uns mit unserer neuen “Kueche” auseinandersetzen. Schon jetzt sind uns verschiedene Auftraege zugeteilt worden, die wir in diesem Jahr erfuellen werden. Wenn alles gut klappt duerfen wir in Deutschland sogar Nachruecker suchen, die hierher kommen und an unsere Aufgaben anknuepfen. Jetzt freuen wir uns erstmal, dass wir hier gut angekommen sind und die Menschen uns mit offenen Armen empfangen haben. Auch verschiedene Sorgen und vielleicht auch Aengste, die sich in den letzten Monaten vor dem Abflug eingeschlichen haben, sind verflogen, weil hier vieles doch so scheint wie zu Hause. Und auch wenn uns manche Dorfbewohner noch ungewohnt aufmerksam beaeugen und die Kinder uns “Jovo – Insala, Jovo – Insala” (“die Weissen, die Weissen”) hinterherrufen, glauben wir, dass wir in wenigen Monaten Teil des Dorfes sein koennen. Irgendwie sind die Menschen auf unserer Welt doch alle gleich, egal ob Afrika oder Deutschland.
Fuer den Moment viele Gruesse und Kuesse,
bis bald, Nadja und Anne

Read Full Post »

Touchdown WEbenin in Frankfurt: Saturday 10 am. On the road again: Sunday morning heading for Educamp at Ilmenau. Educamp follows the barcamp principles. Innovative ways of learning (2.0) were discussed and presented.
On its social network platform our WEbenin Project was discussed before. On Sunday I presented some Benin pictures and explained our simple and efficient way of collaboration with the Beninois.

For them it was stunning what we accomplished within 12 days. Based on trust and our belief in social network we reached more people than anyone expected. Our mission: Help people to help themselves. Let’s use the internet for connect people and let’s explore their ways of getting things done.
I was very happy to share our idea of the “open BENINOIS network” and to find so many who want to support Benin!
I raised 105 Euro and we will add 45 Euro, so Salifou can buy 2000 exercise books and other basic material for the Massi school (see www.sonafa.de).

Thanks to everybody who supports our idea!

FRENCH VERSION  (jeanpol)

Aterrissage de WEbenin à Francfort: Samedi 10 am.  Je continue: Dimanche matin je vais au Educamp à Ilmenau. Educamp est un barcamp. Des modes d’apprentissage innovateurs (2.0) y sont présentés et discutés.
Notre projet WEbenin avait déjà été présenté et discuté sur une plattforme avant. Dimanche j’ai présenté quelques Fotos du Benin et j’ai expliqué notre façon simple et efficace de collaborer avec les Beninois.

Les participants ont été très impressionné par ce que nous avons réalisé en 12 jours. En nous appuyant sur notre confiance et sur notre croyance dans nos réseaux de soutien nous avons contacté plus de personnes que quiconque imaginait. Notre mission: Aider les gens à s’aider eux-mêmes. Utilisons l’internet pour connecter les gens et faisons leur explorer les voies qui conduisent à la réalisation de projets concrets.
J’étais vraiment heureux de faire partager notre idée d’un “réseau BENINOIS” et de trouver tant de personnes prêtes à soutenir le Benin!
J’ai rassemblé 105 Euro et nous ajouterons 45 Euro, de sorte que Salifou puisse acheter 2000 cahier d’exercices et d’autres matériels de base pour l’école de Massi (see www.sonafa.de).

Merci à tous ceux qui soutiennent notre idée!

Read Full Post »

Today they are playing football with parentless children. It is a project for kids that have no parents in a national park.  They have a lot of pics and video material already, but it is very difficult to upload it, cause the internet connection is still bad/not easy. At the latest next weekend they will upload all stuff for you to reconstruct also visually what happened all there.

FRENCH VERSION

Aujourd’hui ils jouent au football avec des orphelins.  C’est un projet pour orphelins dans un parc national. Ils ont déjà une grande quantité de photos et de videos, mais il est très difficile de les charger parce que la liaison internet est très mauvaise et difficile à établir.  Le week-end prochain ils chargeront toute la documentation pour que vous puissiez reconstituer visuellement tout ce qui s’estpassé ici.

Read Full Post »

They are in the bus to parakou know, which is more in the north and they are hoping the communication wont be so difficult. Today I talked to Ulrike via Skype. Their credit cards don’t work their anymore, so I have to send them money. I’m happy that I can help them. So tomorrow I’ll make my first money transfer via Western Union Bank, hope everything gets well. Alexander wrote me a sms they will meet salifou. I also got an email from Alexander describing his feelings and experiences the last days, which I’ll translate later. They also told me, they got the impression they do it really right how they do/did it. So the mission WEbenin 2009 is going on very well.

FRENCH VERSION

Maintenant ils sont dans le bus pour Parakou, plus dans le nord, et ils expèrent que la communication ne sera plus aussi difficile. Aujourd’hui j’ai parlé à Ulrike via Skype. Leur cartes de crédit ne fonctionnen plus à cet endroit, de sorte que je dois leur envoyer de l’argent. Je suis heureuse de pouvoir les aider. Demain je ferai mon premier transfert d’argent par la Western Union Bank, j’espère que tout ira bien. Alexander m’a écrit dans une sms qu’ils vont rencontrer salifou. J’ai aussi reçu un mèle d’Alexander décrivant ses sentiments et expériences ces derniers jours, et je le traduirai plus tard. Ils m’ont aussi dit qu’ils avaient l’impression que leur action était fructueuese. De sorte que la mission WEbenin 2009 est un succès jusqu’à présent.

Read Full Post »

The first day in Benin we spent with Tim’s family and in the afternoon we drove to Ganvie, THE tourist place in Benin. The 3 of us were the only tourists though:-)

Here are some impressions.

FRENCH VERSION

Nous avons passé la première journée au Bénin dans la famille de Tim et l’après-midi nous sommes allés à Ganvie, l’endroit touristique Nr.1 au Bénin. Pourtant nous 3 étions les seuls touristes:-) Ici un video:

Read Full Post »

Got an sms saying they went to Sonafa school in Massi. On the map you can see that massi is much more in the north, so they might have travelled a lot yet. The director, teacher and children were very nice and happy. WEbenin is working.

FRENCH VERSION

J’ai reçu une sms disant qu’ils étaient allés à l’école Sonafa à Massi. Sur la carte on peut voir que Massi est beaucoup plus au nord, de sorte qu’ils on sûrement fait un long voyage maintenant. Le directeur, les professeurs et les éléves sont très gentils et heureux de les voir. WEbenin fonctionne.

Read Full Post »

The last week before Benin was very exiting and full of stuff to do: On Thusday I had to do a teacher workshop in Cologne and then wednesday I went to re:publica09 in Berlin – a big blogger meeting in Germany. The speakers said the most important things, web 2.0 arrived the mainstream, so I wont say much more about this event.

Looking back to my experiences in the last 1,5 years I can approve that wikis, blogs, social networking and of course twitter are spreading by and by – but mainstream? It is definately right that the re:publica09 activated a lot of people to join it as you can see in the medial buzz.

The “blogger- and web 2.0 society” finds his way into our daily live like work, school, education, social networking, media and so on. There is a big potential, which the re:publica09 could display in his fantastic programm! (After Benin maybe more about that)

I met many people during re:publica09, who are supporting our projekt, like Matthias Schellenberger from Sonafa. He spent an evening with me by informing and showing pictures about Benin, which mad me feel like being already there. Thank you Matthias for meeting face2face!

btw: Sonafa means in the speach of Fon “tomorrow it will be better” – a nice saying, also for us!

With Ina Müller-Schmoß, who is working for Blogpatenschaften, I discussed how we can a get a bigger network, espacially with people who are not as internet affine as we are, but willing to say a lot interessting and importent things to our project! Her idea was to support blogger in Benin, who wants to write about Benin, their country!
We think this is a great idea, cause we can teach them how to use a blog to spread the words and give them a voice. And also it is an investigation in the future to cooperate with people in africa! Thank you Ina!

With Anne Grabs and Jean-Pol Martin we were discussing how we can manage live-blogging far away from any internet access. Anne and Jean-Pol will support us by reporting in english and french on our blog. Maybe we will use older technical solutions – watch out :) Without these people, that are supporting us, this all wont be possible! So, thank you again!

At the end, only a question mark can subscribe how our feelings are, cause yet we don’t know what will happen, but are so exited to see!

img00124-20090402-1416

FRENCH VERSION

La dernière semaine avant le départ pour le Bénin était très excitante et remplie de tâches à accomplir: mardi j’avais un atelier avec des professeurs à Cologne, mercredi je suis allé à  re:publica09 à Berlin – une recontre de bloggers en Allemagne. L’organisateur a dit la chose la plus importante: Web 2.0 devient mainstream, de sorte que j’aimerais dire beaucoup plus sur cet événement.
En remémorant mes expériences des derniers 18 mois je constate que wikis, blogs, social networking et évidemment twitter se répandent de plus en plus – mais mainstream? Il est juste que re:publica09 a motivé beaucoup de gens à participer, comme on peut voir dans les media.
Une société de “blogger et web 2.0″ se répand dans notre vie quotidienne, au travail, à l’école, dans l’enseignement, etc. Il y a un potentiel considérable que re:publica09 a pu exposer dans son incroyable programme! (Après le Bénin je reprendrai ce sujet)
J’ai rencontré beaucoup de gens à re:publica09 qui soutiennent notre project, comme Matthias Schellenberger de Sonafa. Il a passé une soirée avec moi et m’a informé sur le Bénin en me montrant des photos qui m’ont donné l’impression que j’y étais. Merci Matthias de notre rencontre directe!
PS: Sonafa signifie dans la langue des Fon “demain sera meilleur” – un bon slogan pour nous aussi!

Avec Ina Müller-Schmoß, qui travaille pour le Blog-parrainage, j’ai réfléchi à la façon d’élargir notre réseau, en particulier à ceux qui ne sont pas aussi familiarisés avec le net que nous, mais qui pourtant aimeraient communiquer des informations intéressantes et importantes pour notre projet! Son idée était de soutenir des blogger au Bénin qui veulent écrire sur le Benin, leur pays!
Nous pensons que c’est une excellente idée parce que nous pouvons leur montrer comment utiliser un blog pour répandre leurs idées. Et ce serait aussi un projet pour nous à l’avenir de coopérer avec des gens an Afrique! Merci, Ina!

Avec Anne Grabs et Jean-Pol Martin nous avons réfléchi à la question de rédiger un blog live loin de tout accés internet. Anne et Jean-Pol nous soutiendront en traduisant nos comptes-rendus en anglais et en français. Peut-être que nous utiliserons des solutions moins mondernes – nous allons voir :) Sans ces personnes, qui nous soutiennent, tout cela ne serait pas possible! Merci de nouveau!
Enfin il est difficile de décrire nos émotions, car nous ne savons pas ce qui nous attend!

Read Full Post »

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.